Fachgruppe Schulsozialarbeit

Leitung:
Das Leitungsteam formiert sich gerade neu.
Ansprechpartner ist aktuell der Vorsitzende Alois Pölzl poelzl@obds.at 

Sie sind an einer Mitarbeit in der Fachgruppe Schulsozialarbeit interessiert? 
Dann schicken Sie uns einfach ein E-Mail: schulsozialarbeit@obds.at 

 

Grundpositionierung der Fachgruppe „ Schulsozialarbeit“

Die Fachgruppe des OBDS Schulsozialarbeit erarbeitet und erstellt aktuelle sozialpolitische und berufspolitische Positionen in diesem Handlungsfeld. Die Positionierungen der Fachgruppe sollen zur Mitarbeit und zum Diskurs anregen.

Der Hauptfokus der Fachgruppe Schulsozialarbeit liegt klar in der sozial- und berufspolitischen Interessensvertretung der Profession*isten  an der Basis.

Zudem tritt sie  tritt für eine einheitliche, fachliche Regelung dahingehend ein, dass österreichweit nachvollziehbare fachliche Standards erfüllt werden, welche von den Arbeitnehmer*innen und Nutzer*innen eingefordert werden können und welche den im Kontext Schule tätigen Professionalist*innen der sozialen Arbeit Orientierung bieten.

Die Fachgruppe dient bundesweit als Ansprechpartner der Stakeholder von Schulsozialarbeit und bestrebt eine fachliche und qualitative Weiterentwicklung.

Ziel ist es Bundesländer übergreifend Praxiswissen der sozialen Arbeitsforschung, sowie berufspolitische und sozialpolitische Ansätze und Forderungen in der Schulsozialarbeit auszutauschen um transparente gemeinsame Positionen vertreten zu können. Dazu ist der Diskurs mit der OGSA ( Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit) und mit den unterschiedlichen Trägerorganisationen von Schulsozialarbeit in Österreich zu suchen.

Diesbezüglich werden in der Fachgruppe Arbeitskreise zu aktuellen Themen implementiert, welche sich jeweils mit einem Thema auseinandersetzen. 

Schulsozialarbeit braucht….

Aufgrund des letzten bundesweiten Basisvernetzungstreffens im Mai 2017 in Wien von Schulsozialarbeit in Österreich und dem dort eher negativ dominierten Stimmungsbild, hat sich die Fachgruppe Schulsozialarbeit des OBDS entschlossen, allen Schulsozialarbeiter*innen  österreichweit die Möglichkeit zu geben, an einer online Umfrage teilzunehmen um einen besseren Überblick über die momentane Ist-Situation zu bekommen. Die Umfrage wurde über die Homepage und via Facebook des Österreichern Berufsverbandes beworben. Jede*r interessierte*r Sozialarbeiter*in konnte somit mit wenig Aufwand, und geräteunabhängig an der circa fünfminütigen Umfrage teilnehmen.

Ausgehend von dem eher negativ empfundenen Stimmungsbild zielte die Umfrage darauf ab, die benötigten Ressourcen der Schulsozialarbeiter*innen zu erfassen,  um  professionelles Arbeiten zu ermöglichen und die Zufriedenheit der Schulsozialarbeiter*innen zu fördern.

Bundesweit nahmen insgesamt 108 Personen aus acht Bundesländern an der Umfrage teil.

Anhand dieser Fragebögen ließen sich folgende Forderungen der Sozialarbeiterkolleg*innen eruieren.

Um flächendeckende Standards erreichen zu können, wird eine kompetente Fachaufsicht aus der eigenen Berufsgruppe benötigt. Dies erfordert eine entsprechende Ausbildung im Sinne eines Studiums der Sozialen Arbeit, sowie eine mehrjährige Berufserfahrung im entsprechenden Berufsfeld.

Einen weiteren essentiellen Punkt stellt die ausreichende und kontinuierliche Supervision der SozialarbeiterInnen dar. Gruppen- und bei Bedarf, Einzelsupervision muss allen Schulsozialarbeiter*innen zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitsplatzsicherheit ist ein weiterer wichtiger Faktor. Diese kann durch fixe, unbefristete Arbeitsverträge ohne Befristung auf Ausschreibungszeiträume mit entsprechender Entlohnung und klar geregelten Gehaltssprüngen ermöglicht werden.

Eine verpflichtende Einarbeitung der Schulferien wird von den Kolleg*innen nicht gewünscht.  Im Sinne der Arbeitsplatzsicherheit soll ebenfalls eine entsprechende gesetzliche Verankerung des Berufsbildes und somit ein Berufsschutz etabliert werden.

Da Vertreter anderer Berufsgruppen ( Pädagogen, Psychologen, Lebens und Sozialberater, …)  nicht über die geforderte sozialarbeiterische Expertise verfügen soll hiermit garantiert werden, dass Schulsozialarbeit ausschließlich von entsprechend ausgebildeten Personen durchgeführt wird.

Im Sinne einer  tagespolitisch unabhängigen und sicheren Anstellung sollten Schulsozialarbeiter*innen idealerweise direkt  in den entsprechenden Behörden bzw. Ämter angestellt sein.

Um ein professionelle und  sinnvolle Beratung und Begleitung zu ermöglichen, benötigt es eine vernünftige Beziehung des / der Sozialarbeiter*in mit den zu betreuenden Klient*innen. Dies kann ausschließlich durch ausreichend Zeit und Raum entstehen. Entsprechende Rahmenbedingungen sind hierfür essentiell. Es werden daher mehr personelle Ressourcen gefordert. Im Idealfall sollten maximal 300 Schüler*innen und ein Standort durch eine*n SozialarbeiterIn betreut werden. Dies ermöglicht die für den Beziehungsaufbau erforderliche Kontinuität und Präsenz.

Zusätzlich sollen adäquate Beratungsräume, welche ausreichend Privatsphäre für ein professionelles Beratungssetting bieten, ubiquitär zur Verfügung gestellt werden.

Um auf die aktuellen gesellschaftlichen Themen und daraus resultierenden Problemlagen eingehen und intervenieren zu können, bedarf es regelmäßige bundesweite fachspezifische Fortbildungen.