FAQs – Häufig gestellte Fragen

 

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet FAQ? 

FAQ ist die Abkürzung für „frequently asked questions“, also häufig gestellte Fragen. Der obds beantwortet in dieser Rubrik häufig gestellte Fragen zum Berufsverband und zur Tätigkeit als Sozialarbeiter/in.  

Liebe Kollegin, lieber Kollege, 

Sie sind herzlich eingeladen, uns zu helfen, welche Fragen für sie wichtig sind. Lassen sie es uns wissen und senden Sie uns ein Email an: prusa@obds.at

Was ist ein Berufsverband?

Ein Berufsverband ist ein organisierter Zusammenschluss von Menschen mit den gleichen beruflichen Interessen, die sie als gemeinsame Anliegen vertreten. Der Struktur nach ist ein Berufsverband wie ein Verein organisiert. Der obds ist auch als Verein organisiert. Die Mitglieder  sind SozialarbeiterInnen, die in Österreich wohnen oder arbeiten. Der Beitritt ist freiwillig und unterliegt den Regeln, die der obds in seinen Gremien beschlossen hat.  

Wohin wende ich mich, wenn ich ein Anliegen habe, ein Problem habe?

Mit einem Anliegen wenden Sie sich an den obds,  an das Sekretariat und die Geschäftsführung des obds, die Ihnen gerne Auskunft geben werden. 

sekretariat@obds.at  oder  prusa@obds.at

Werden meine Anfragen vertraulich behandelt?

Ihre Anfragen werden absolut vertraulich behandelt und nur dann werden Informationen weiter gegeben, wenn Sie uns dazu die Erlaubnis erteilt haben und die Anfrage anonymisiert wurde. 

Wer kann mir weiter helfen, wenn ich Probleme am Arbeitsplatz habe?

Zu allererst ihre Personalvertretung oder gewerkschaftliche Vertretung. Suchen Sie sich Informationen auf den Homepages der Gewerkschaften und der Arbeiterkammer. Diese zeigen viele Probleme auf, die sehr häufig vorkommen und geben Ihnen Tipps, wo sie weitere Hilfe bekommen können. Der obds – Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit kann Sie mit Informationen unterstützen, die ethische Fragen der Berufsausübung betreffen, Menschenrechtsfragen und Fragen von Standards und Qualitätskriterien in der Sozialarbeit. Der obds macht keine direkte berufsrechtliche Vertretung. 

Kann der OBDS bei Gehaltsverhandlungen helfen?

Wie schon gesagt, der Berufsverband ist keine gewerkschaftliche Vertretung. Der obds kann als Experte für die professionelle Ausübung des Berufs Empfehlungen abgeben, wie Gehalts- und Entlohnungsfragen gestaltet werden sollen, welche Bedingungen es seitens der Arbeitgeber braucht, um qualitätvolle Sozialarbeit ausüben zu können.

Wie kann ich eine bessere Einstufung im BAGS-Kollektivvertrag (jetzt SWÖ – Sozialwirtschaft Österreich) erreichen?

Auch in dieser Frage wenden Sie sich an eine berufsrechtliche Vertretung wie die Arbeiterkammer oder die Gewerkschaften. Machen Sie sich kundig, wie die Einstufungen in anderen Anbieter-Organisationen für Soziale Arbeit sind. Oft gibt es dort zahlreiche Erfahrungen, wie Verbesserungen erreicht werden können. Suchen Sie sich Vertrauenspersonen oder Unterstützung durch einen Betriebsrat, wenn Sie mit dem Chef über ihre Einstufung reden möchten. Führen Sie diese Gespräche nicht alleine. 

Wie kann meine Ausbildung in Österreich anerkannt werden?

Durch zahlreiche Anfragen wissen wir, dass kein österreichisches Ministerium derzeit Anerkennungen von Ausbildungen Sozialen Arbeit vornimmt. Dies liegt auch daran, dass der Beruf, die Ausbildung und der Titel in Österreich nicht gesetzlich geregelt sind. Hilfreich ist es, sich von Ihrer Ausbildungsstätte im Ausland Bestätigungen ausstellen zu lassen, wieviele ECT-Punkte der Abschluss umfasst und welchen Fächerkatalog die Ausbildung umfasst hat. Diese Unterlagen können Sie dann ihrem künftigen Arbeitgeber in Österreich vorlegen.Rechtsvorschriften, die in Österreich gültig sind, werden Sie trotz Anerkennung der Ausbildung nachlernen müssen, eventuell auch Sprachkurse absolvieren. Wenn Sie eine universitäre Ausbildung im Ausland abgeschlossen haben, dann können Sie diese Ausbildung im Wissenschaftsministerium in Österreich nostrifizieren lassen. 

Sind alle Masterstudiengänge gleichwertig?

Leider sind nicht alle Masterstudiengänge in Österreich gleichwertig. Die Masterstudiengänge, die von den Fachhochschulen in Österreich, mit Studiengang Sozialarbeit oder Soziale Arbeit angeboten werden, diese sind vergleichbar, sie weisen die gleiche Anzahl von ECT-Punkten auf. Masterstudiengänge von Privathochschulen, die nicht auch eine Grundausbildung für Sozialarbeit anbieten, werden in Österreich nicht als Masterstudiengang laut Bolognadeklaration anerkannt. Sie ermöglichen auch künftig keinen Wechsel zu einer weiteren universitären Ausbildung.

FAQs zum BAGS-Kollektivvertrag

Was sagt der BAGS  – jetzt SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich)

 › zur Einstufung in Verwendungsgruppen: Link

 ›Informationen der Gewerkschaft GPA und Vida: 

 Kann mein Diplomabschluss (DSA) als Bachelor B.A. anerkannt werden?

Laut Auskunft des Wissenschaftsministeriums (Hr. Maschner- Tel: 01/53120-6050) aus dem Jahr 2010 gibt es keine gesetzliche Grundlage für die Nachgraduierung vom DSA zum Bachelor. Anregung des obds:

Bei der Fachhochschule oder der Nachfolgeeinrichtung der Sozialakademie können Sie ersuchen, dass diese Ihnen eine Bestätigung über die Anzahl der ECTS-Punkte ausstellen, die sie mit dem Diplom der Sozialakademie erworben haben. Dies ist leider noch keine Bacheloranerkennung, ist aber hilfreich beim Vergleich des Ausbildungsniveaus.

Kann ich als Sozialarbeiter/in freiberuflich, selbständig arbeiten?

  Ja, Sozialarbeit ist ein „Freier Beruf“. Sozialarbeit wird im Bundesministerium für Finanzen  seit Oktober 2013unter den freien Berufen genannt.

Referenz: Unternehmensserviceportal

Was ist ein freier Beruf?

Freie Berufe sind jene Berufe, die aufgrund einer besonderen Qualifikation (tertiäre oder universitäre Ausbildung) ausgeübt werden, jedoch nicht dem Gewerberecht unterliegen.

Angehörige der Freien Berufe erbringen ihre Leistungen aufgrund besonderer Qualifikation, persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig.

Ihre Berufsausübung unterliegt im Rahmen der staatlichen Gesetzgebung spezifischen berufs- und standesrechtlichen Bedingungen. Das Berufs- bzw.Standesrecht wird von der jeweiligen Berufsvertretung autonom gestaltet.

Die Freien Berufe sind in der Regel entweder in Kammern oder in Berufsverbänden organisiert.   In Berufsverbänden organisiert sind z.B. Psychologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Dolmetscher und Übersetzer, Sozialarbeiter und Schriftsteller. Aufgrund der Vielzahl der Verbände kann hier keine detaillierte Auflistung erfolgen. Stand 1.1.2017. Nachzulesen am Unternehmensserviceportal: LINK